20 Kurorte in Deutschland

Stand: 30.04.2024 | Lesedauer: 8 Minuten

In Deutschland gibt es mehr als 350 Kurorte und Heilbäder, die alle eine lange Geschichte haben. Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurden hier Kuren und Gesundheitsbehandlungen durchgeführt. Zu den ältesten Heilbädern des Landes gehören zum Beispiel Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen. Jedes Kurzentrum hat seine eigenen Heilmittel und bietet entsprechende Kur- und Wellnessanwendungen an. Auch das Klima spielt eine wichtige Rolle dabei, welche Therapien in einem Kurort angeboten werden können. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die 20 besten Kurorte in Deutschland vor.

Bad Aibling

In Bayern liegt das traditionsreiche Moorheilbad Bad Aibling, das bereits seit Langem Menschen zur Erholung dient. Seit dem Jahr 2017 gibt es in der Stadt eine moderne Thermalquelle, die zusätzlich zur Gesundung beiträgt. Für Gäste gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um sich hier ambulant oder stationär behandeln zu lassen. Von Rückenbeschwerden bis hin zu Frauenleiden und Erschöpfungszuständen werden verschiedenste Krankheiten und Beschwerden erfolgreich therapiert. Die malerische Landschaft Oberbayerns mit ihren sanften Hügeln, weiten Feldern und idyllischen Mooren lädt außerdem zu erholsamen Wanderungen ein.

Bad Bertrich

In einer malerischen Umgebung zwischen der Vulkaneifel und der Mosel liegt der beliebte Kurort Bad Bertrich. Schon vor fast 2.000 Jahren entdeckten die Römer die heilenden Kräfte der örtlichen Bergquelle und nutzten sie für ihre Wellness- und Gesundheitsanwendungen. Diese Quelle ist als einzige Glaubersalzthermalquelle Deutschlands besonders einzigartig. Heute kann man die wohltuende Wirkung unter anderem in der Bad Bertricher Vulkaneifel Therme erleben.

Bad Bevensen

Inmitten der reizvollen Lüneburger Heide liegt das Jod-Sole-Heilbad Bad Bevensen, das als perfektes Ziel für einen erholsamen Kururlaub in der Nähe von Hamburg gilt. Ein besonderes Highlight ist die Jod-Sole-Therme mit einer großzügigen Wasserfläche von über 1.000 Quadratmetern. Hier werden unter anderem rheumatische Beschwerden und Atemwegserkrankungen erfolgreich behandelt. Die wunderschöne Landschaft der Lüneburger Heide lädt zudem zu erholsamen Wanderungen und Momenten der Entspannung ein.

Bad Dürkheim

Bad Dürkheim ist nicht nur für seine malerische Lage entlang der Deutschen Weinstraße und den vorzüglichen Pfälzer Wein bekannt, sondern auch für den imposanten Gradierbau, der zu den längsten seiner Art in Deutschland zählt. In der Salzgrotte können Besucher einen Einblick in die traditionelle Salzgewinnung erhalten. Das gesunde Mikroklima der Region wirkt sich positiv auf die Atemwege und das Immunsystem aus. Darüber hinaus hat Bad Dürkheim auch eine Heilquelle und eine Kneippanlage zu bieten.

Bad Elster

Bad Elster, eine charmante Kurstadt, liegt im Schnittpunkt von Böhmen, Bayern und Sachsen. Als Mineral- und Moorheilbad hat sie eine lange Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Die gesamte Region ist bekannt für schöne und erholsame Kurorte. Das natürliche Moor in der Region speichert Wärme über einen langen Zeitraum und wird vor allem für Moorbäder und Packungen genutzt. Diese Anwendungen haben eine antibakterielle, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung.

Bad Ems

Emser Pastillen, Emser Nasenspülsalz und eine Vielzahl anderer Produkte sind in keiner Drogerie so präsent wie in Bad Ems. Das Wasser und Salz für diese Gesundheitsprodukte stammen aus den Mineralquellen des Kurortes, insbesondere dem Robert-Kampe-Sprudel, der mit 57°C zu den heißesten Quellen Deutschlands zählt. Die historische Bedeutung von Bad Ems wurde im Jahr 2021 von der UNESCO anerkannt, als sie Bad Ems und 10 andere Städte als “Great Spas of Europe” zum Weltkulturerbe erklärte.

Bad Füssing

Als eines der größten und bekanntesten Heilbäder Europas gilt Bad Füssing. Diesen Ruf verdankt der Ort vor allem seinen zahlreichen Thermalbädern und Thermen. Bereits im Jahr 1953 wurde die heilende Wirkung des Bad Füssinger Heilwassers in einem Gutachten bestätigt. Es wird vor allem zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates und zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte eingesetzt. Die umgebende Natur des Bayerischen Waldes lädt zudem zu Wanderungen, Radtouren und Golfspielen ein.

Bad Griesbach

Bad Griesbach befindet sich in Niederbayern und ist in die Hügellandschaft des Rottals eingebettet. Die Stadt ist nicht nur ein Luftkurort, sondern auch ein Heilbad. In Bad Griesbach gibt es drei staatlich anerkannte Heilquellen: die Nikolaus Quelle, die Marien-Quelle und die Karls-Quelle. Ein besonderes Highlight des Kurortes ist die Wohlfühl-Therme, eine großzügige Badelandschaft mit einer Fläche von 1.600 m². Ebenso beeindruckend ist das Golf Resort, welches als das größte seiner Art in Europa gilt.

Bad Herrenalb

Eingebettet in die schöne Landschaft des Nordschwarzwaldes, umgeben von Wäldern, Wiesen und Bergen, liegt der Kurort Bad Herrenalb. Besucher schätzen besonders das milde Klima und die erfrischende Luft. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Bad Herrenalb als heilklimatischer Kurort anerkannt ist. Die Anerkennung als Heilbad beruht auf einer 600 Meter tiefen Mineralquelle, deren Wasser unter anderem in der Siebentäler Therme genossen werden kann.

Bad Kissingen

Bad Kissingen befindet sich im Maintal, in der bayerischen Rhön. Der Kurort mit seinen einzigartigen Parks hat bereits die Aufmerksamkeit von Österreichs Kaiserin Sissi und ihrem Franz Joseph auf sich gezogen. Das Heilwasser von Bad Kissingen wurde auch von Zar Alexander I., Reichskanzler Bismarck und den Königen Bayerns geschätzt. Heutzutage sind alle Gäste herzlich willkommen, um die modernen Einrichtungen und die herrliche Natur des Kurortes zu genießen.

Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen blickt auf eine über 150-jährige Geschichte als Kurort zurück. Diese gründet sich hauptsächlich auf seine neun staatlich anerkannten Mineral- und Thermalquellen. Doch auch die Kur-Infrastruktur selbst ist einen Besuch wert. Der bemerkenswerte Kurpark wurde beispielsweise vom renommierten Gartenarchitekten Preußens, Peter Joseph Lenné, entworfen. In der nahegelegenen Teutoburger Waldregion kann man bei Wanderungen herrlich entspannen.

Bad Pyrmont

Versteckt hinter den sanften Hügeln des Weserberglandes liegt Bad Pyrmont, das größte Staatsbad von Niedersachsen. Der Ort ist weltweit bekannt für sein Moor und seine Heilquellen, die schon von den Germanen genutzt wurden. Sieben Quellen stehen für Bäder und Trinkkuren zur Verfügung und fördern die Gesundheit. Daher trägt Bad Pyrmont zurecht das Prädikat Moor- und Mineralheilbad.

Bad Saarow

Auch in Bad Saarow hat die Kur eine lange Tradition. Der Bäderbetrieb begann hier im Jahr 1912 mit der Entdeckung von Heilmoor. 1927 wurde zusätzlich eine Chlor-Calzium-Sole-Quelle erbohrt. Im Jahr 2000 erhielt das nur 50 Kilometer von Berlin entfernte Bad Saarow die Anerkennung als erster staatlich anerkannter Kurort in Brandenburg. Das heutige Herzstück der örtlichen Kuranwendungen ist die Saarow-Therme mit ihrem 34 bis 36 Grad warmen Wasser.

Bad Salzschlirf

Das Heilbad Bad Salzschlirf wurde bereits im Jahr 1838 durch den Leibarzt des Grafen von Schlitz gegründet und liegt in Osthessen, nur 17 km von Fulda entfernt. Der wahre Schatz der Kurstadt ist ihr salzhaltiges Quellwasser, das nicht nur für Balneotherapie, sondern auch für Trinkkuren genutzt wird. Im Stadtzentrum erwarten Sie unter anderem malerische Fachwerkhäuser, romantische Gassen, elegante Jugendstilgebäude und ein hübscher Kurpark.

Bad Wörishofen

In Bayern, etwa 70 Kilometer von München entfernt, liegt das weltberühmte Kneippheilbad, wo vor fast 170 Jahren die Kneipptherapie entwickelt wurde. Als Geburtsstätte der Kneipp-Kur bietet Bad Wörishofen ein breites Spektrum an Gesundheits-, Wellness- und Freizeitangeboten. Die faszinierende Natur rund um diesen historischen Kurort ergänzt das Angebot perfekt für Menschen, die sich aktiv erholen möchten und gerne Wanderungen oder Radtouren unternehmen.

Baden-Baden

Selbstverständlich darf Baden-Baden als die bekannteste Kurstadt Deutschlands in unserer Liste nicht fehlen. Die berühmte Caracalla-Therme wurde auf den Ruinen eines römischen Bades errichtet und bietet heute ein modernes Thermal-Erlebnisbad. Ursprünglich erlangte Baden-Baden während der Kaiserzeit seinen Ruf als Kurort. Der russische Adel und sogar der Zar verweilten hier. Auch heute ist Baden-Baden so beliebt wie eh und je.

Heiligendamm

Das Bad Heiligendamm an der Ostsee wird oft als die weiße Stadt am Meer bezeichnet. Es wurde 1793 vom Baumeister Carl Wilhelm Severin als Ostseebad Heiligendamm erbaut und sollte das erste Seebad in Deutschland sein. Im Zuge dessen entstanden zahlreiche Kurhäuser, Grand Hotels, Palais und Cottages. Heute bietet Heiligendamm neben diesen historischen Gebäuden auch eine Reihe erstklassiger Wellnesshotels.

Norderney

Die vielseitige Ostfrieseninsel Norderney ist Deutschlands ältestes Nordseeheilbad und kann auf eine 200-jährige Tradition zurückblicken. Die Insel ist besonders bekannt für ihr gesundes Meeresklima und die optimalen Bedingungen für Allergiker. In den zahlreichen medizinischen Kureinrichtungen werden Herz- und Stoffwechselerkrankungen, rheumatische Beschwerden, Erschöpfungszustände, Atemwegs- und Hautkrankheiten behandelt.

Ostseebad Binz

Das Ostseebad Binz ist bekannt für seine weißen Häuser, die langen Sandstrände und das milde Reizklima mit fast 2000 Sonnenstunden im Jahr. Die ozon- und jodhaltige Seeluft, die durch die umliegenden Wälder noch gesünder wird, trägt ebenfalls zu seinem Ruf bei. Ein Urlaub in Binz verspricht nicht nur Linderung bei Stress und Erschöpfung, sondern auch Abhilfe bei Atemwegsbeschwerden und einem geschwächten Immunsystem.

Wiesbaden

Der Name Wiesbaden leitet sich von der mittelalterlichen Bezeichnung “Wisibada” (= “Bad in den Wiesen”) ab. Die 26 Quellen des Kurortes sind seit Jahrhunderten bekannt. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts trägt Wiesbaden den Titel Weltkulturstadt. Heute beherbergt die Stadt neben Thermen und Kurbädern auch eine Reihe exklusiver Wellnesshotels.

Fragen und Antworten zu Kurorten in Deutschland

In Deutschland gibt es über 350 anerkannte Kurorte und Heilbäder.

  • Bad Füssing
  • Bad Homburg
  • Bad Steben
  • Bad Oeynhausen
  • Bad Saarow
  • Bad Sulza
  • Bad Urach
  • Bad Kissingen
  • Bad Bertrich
  • Bad Bevensen
  • Bad Griesbach
  • Bad Herrenalb
  • Baden-Baden

Bad Füssing wird jährlich mit über 2 Millionen Übernachtungen als der meistbesuchte Kurort angesehen. Auch St. Peter Ording, Baden-Baden und das Ostseebad Heringsdorf verzeichnen ebenfalls sehr hohe Übernachtungszahlen.

Der größte Kurort in Deutschland ist Wiesbaden

Radon Bad dürfen sich in Deutschland Bad Kreuznach, Bad Brambach, Bad Münster, Bad Schlema und Bad Steben nennen.

Zu den bekanntesten Seebädern in Deutschland zählen an der Ostsee Ahlbeck, Heringsdorf und Binz. An der Nordsee sind es Norderney, Langeoog und Sankt Peter-Ording.

In allen Bundesländern gibt es Heilbäder, doch besonders viele sind in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Brandenburg zu finden.

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Author: interadmin

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