Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die führende Ursache für Morbidität und Mortalität weltweit und stellt eine erhebliche Belastung für die Gesundheitssysteme dar. Sie entsteht, wenn sich Plaque, eine Mischung aus Cholesterin und anderen Substanzen, an den Wänden der Koronararterien ablagert und diese verengt. Dies kann den Blutfluss zum Herzen einschränken und zu Herzinfarkten, Angina Pectoris, Herzinsuffizienz und Dyspnoe führen (Ullah et al., 2023; Zimlich, 2022).

Symptome der KHK

Die Symptome der koronaren Herzkrankheit können von Person zu Person unterschiedlich sein. Typische Symptome sind:

  • Angina pectoris: Brustschmerzen, die durch eine unzureichende Blutversorgung des Herzmuskels verursacht werden. Die Schmerzen können im Brustkorb, im Hals, im Kiefer, in den Armen oder im Rücken auftreten.
  • Schmerzen im Oberbauch: Diese Schmerzen können durch eine Reizung des Zwerchfells verursacht werden.
  • Kurzatmigkeit: Diese kann durch eine verminderte Pumpleistung des Herzens verursacht werden.
  • Müdigkeit: Diese kann durch eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Körpers verursacht werden.
  • Schwindel: Dieser kann durch eine verminderte Durchblutung des Gehirns verursacht werden.

Diagnostik der koronaren Herzkrankheit

Die Diagnose der KHK erfolgt durch den Arzt. Er wird die Symptome erfragen, die Risikofaktoren für KHK beurteilen und verschiedene Untersuchungen durchführen.

Zu den wichtigsten Untersuchungen gehören:

  • EKG: Das EKG misst die elektrische Aktivität des Herzens.
  • Belastungs-EKG: Das Belastungs-EKG wird durchgeführt, um die Herztätigkeit während einer körperlichen Belastung zu beurteilen.
  • Echokardiographie: Die Echokardiographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens.
  • Koronarangiographie: Die Koronarangiographie ist eine Röntgenuntersuchung der Herzkranzgefäße.

Ursachen und Risikofaktoren der koronaren Herzkrankheit

Es gibt zwei Hauptsubtypen der KHK: die atherosklerotische KHK, die obstruktive und nicht-obstruktive Formen umfasst, und die nicht-atherosklerotische KHK, zu der die spontane Koronararteriendissektion (SCAD) gehört. Die Erkrankung ist besonders häufig in den Vereinigten Staaten, wo rund 5% der Personen über 20 Jahre betroffen sind (Askinazi, 2023).

Die KHK wird in den meisten Fällen durch eine Arteriosklerose verursacht. Dies ist eine Verhärtung und Verengung der Arterien, die durch Ablagerungen von Plaque (Fettgewebe) an den Gefäßwänden entsteht.

Risikofaktoren für die KHK sind:

  • Alter: Das Risiko für KHK steigt mit dem Alter.
  • Geschlecht: Männer sind häufiger von KHK betroffen als Frauen.
  • Rauchen: Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für KHK.
  • Bluthochdruck: Bluthochdruck kann die Arterien schädigen und so das Risiko für KHK erhöhen.
  • Diabetes: Diabetes kann die Blutzuckerwerte erhöhen und so das Risiko für KHK erhöhen.
  • Cholesterin: Ein hoher Cholesterinspiegel kann zur Bildung von Plaque in den Arterien beitragen.
  • Homocysteinämie: Homocystein ist ein körpereigenes Nebenprodukt des Stoffwechsels. Es muss permanent mittels Vitamin B6, Folsäure und Vitamin B12 abgebaut werden. Insbesondere Folsäuremangel ist weit verbreitet, ein hoher Homocysteinspiegel führt zu arteriellem Plaque.
  • Übergewicht: Übergewicht kann das Risiko für KHK erhöhen.
  • Familiengeschichte: Wenn ein Familienmitglied an KHK erkrankt ist, steigt das Risiko für die anderen Familienmitglieder.

Die Pathophysiologie der atherosklerotischen Herzkrankheit ist komplex und involviert Faktoren wie Intimaverletzungen, Plättchenaktivität, Lipide und monoklonale glatte Muskelzellproliferation in der Entwicklung atherosklerotischer Plaques (Weisman & Bulkley, 1984). Nicht-invasive Bildgebungsverfahren wie die Koronar-CT und die MRT der Koronararterien bieten sowohl anatomische als auch funktionelle Bewertungen zur Diagnose und Risikostratifizierung der KHK (Pakkal, Raj & McCann, 2011).

Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Die Behandlung der KHK konzentriert sich auf die Verlangsamung der Progression der atherosklerotischen Erkrankung und die Verringerung des Thromboserisikos durch Lebensstil- und Risikofaktormodifikationen sowie medikamentöse Therapie.

Zu den wichtigsten Therapien gehören:

  • Medikamente: Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Behandlung der KHK eingesetzt werden können, z. B. Blutdrucksenker, Cholesterinspiegel senkende Medikamente und Betablocker.
  • Lebensstiländerungen: Rauchen aufhören, Gewicht reduzieren, sich gesund ernähren und regelmäßig Sport treiben.
  • Revaskularisation: Die Revaskularisation ist ein Verfahren, bei dem die verengten Herzkranzgefäße wiedereröffnet werden. Dies kann durch eine Ballonangioplastie oder eine Bypass-Operation erfolgen.

Bei Patienten mit stabiler KHK hat sich die Rolle der Koronarrevaskularisation verringert und ist größtenteils auf Untergruppen mit unannehmbarem Angina, schwerer linksventrikulärer systolischer Dysfunktion oder hochriskanter Koronaranatomie beschränkt (Ferraro et al., 2020).

Hinweis

Wenn Sie eines der Symptome einer koronaren Herzkrankheit haben: gehen Sie bitte unverzüglich zu einem Arzt und lassen Sie sich untersuchen!

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Author: interadmin

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