Präeklampsie ist eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung, die normalerweise nach der 20. Schwangerschaftswoche auftritt. Sie ist durch einen Anstieg des Blutdrucks und das Vorhandensein von Eiweiß im Urin gekennzeichnet. Präeklampsie kann verschiedene Organsysteme beeinträchtigen, insbesondere die Leber, die Nieren und das Gehirn.
In schweren Fällen kann es zu Krampfanfällen (Eklampsie) kommen, die sowohl für die Mutter als auch für das Kind lebensbedrohlich sein können.
Symptome von Präklampsie
- Bluthochdruck: Ein Blutdruckwert von 140/90 mmHg oder höher nach der 20. Schwangerschaftswoche gilt als Bluthochdruck in der Schwangerschaft.
- Proteinurie: Mehr als 300 mg Protein pro Tag im Urin.
- Weitere mögliche Symptome:
- Kopfschmerzen
- Sehstörungen
- Übelkeit und Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Thrombozytopenie (verminderte Anzahl von Blutplättchen)
- Oligurie (verminderte Urinmenge)
- Krampfanfälle (Eklampsie)
Ursachen von Präklampsie
Die genauen Ursachen der Präeklampsie sind nicht vollständig geklärt. Es spielen aber verschiedene Faktoren eine Rolle, darunter:
- Störungen der Plazentafunktion: Die Plazenta ist die Verbindung zwischen Mutter und Kind und spielt eine wichtige Rolle für den Austausch von Nährstoffen und Sauerstoff. Bei einer Präeklampsie kann es zu einer Störung dieser Funktion kommen.
- Immunologische Faktoren: Es wird vermutet, dass das Immunsystem der Mutter bei der Entstehung der Präeklampsie eine Rolle spielt.
- Genetische Faktoren: Frauen, die bereits in einer früheren Schwangerschaft an Präeklampsie erkrankt waren, haben ein erhöhtes Risiko für eine erneute Erkrankung.
Risikofaktoren
- Erste Schwangerschaft
- Mehrlingsschwangerschaft
- Alter über 35 Jahre
- Vorherige Präeklampsie
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus
- Erkrankungen der Nieren
- Autoimmunerkrankungen
Behandlung:
Die Behandlung der Präeklampsie hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In milden Fällen kann die Betroffene mit Bettruhe und blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt werden. In schweren Fällen muss die Mutter im Krankenhaus entbunden werden, um das Risiko für Mutter und Kind zu minimieren.
Komplikationen
- Frühgeburt
- Intrauterine Wachstumsretardierung
- Plazentaablösung
- HELLP-Syndrom (Hämolyse, erhöhte Leberenzyme, niedrige Thrombozytenzahl)
- Eklampsie
- Tod der Mutter oder des Kindes
Vorsorge
Die Präeklampsie kann in den meisten Fällen durch eine gute Vorsorge während der Schwangerschaft verhindert werden. Dazu gehört die regelmäßige Messung des Blutdrucks und die Kontrolle des Urins. Bei Risikoschwangerinnen werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt.
Es ist wichtig, dass Frauen während der Schwangerschaft regelmäßig Frauenarzt oder später der Hebamme überwacht werden, um potenzielle Probleme wie Präeklampsie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.



